08 | 12 | 2019

Es ist nicht wirklich überraschend, daß sich ein Papst für die Erhaltung des Lebens ausspricht, und gegen den Krieg und die Waffen, die dazu genutzt werden können – zumindest in unserer modernen Zeit. Überraschend und sehr zu begrüßen ist es jedoch, wenn das Oberhaupt der katholischen Kirche extra nach Hiroshima und Nagasaki reist, um am Ort der gewaltigen Kriegsverbrechen der USA einen Appell für die Abschaffung aller Atomwaffen zu verkünden. Vergleichbares hat es in der jüngeren Geschichte nicht gegeben, und so ist dieser Auftritt von Papst Franziskus durchaus ein historischer Moment.

Es kommt auch nicht alle Tage vor, daß ein Redakteur einer kommunistischen Zeitung die Worte des Obersten aller Katholiken – zumindest die, die durch Agenturen veröffentlicht wurden – bedingungslos unterstützen kann. Im Gegensatz dazu ist der leidenschaftliche Appell des Kirchenoberhaupts dem »Luxemburger Wort«, das dem Papst eigentlich viel näher steht als diese Zeitung, lediglich den Abdruck der entsprechenden Meldung der Deutschen Presseagentur wert. Und das hiesige »Tageblatt«, das wiederum unserem Außenminister nahesteht, verzichtet ganz auf einen Bericht über die Forderung nach Vernichtung aller Atomwaffen. Und wir betonen erneut, daß es um ALLE Atomwaffen geht, unabhängig davon, welches Land sie besitzt.

Heute jährt sich zum 74. Mal ein Kriegsverbrechen, das immer noch ungesühnt ist, und das eine neue Ära in der Waffentechnik begründete: die Zerstörung von Hiroshima durch eine Atombombe der USA. Durch die Forschungsarbeit einer Gruppe von Wissenschaftlern, die zumeist politische Immigranten waren und die sich und ihr Wissen in den Dienst der USA gestellt hatten, war es gelungen, einen Atomkern zu spalten, und auch die riesige Zerstörungskraft zu entdecken, die mit der Spaltung einherging.

Als die USA vor 73 Jahren die Atombombe über den japanischen Städten Hiroshima und Nagasaki abwarfen, hatte dies vor allem den Zweck, der Welt zu demonstrieren, welche Monsterwaffe für den Massenmord man entwickelt hatte. Bis heute leiden die Menschen in Japan noch immer an den Folgen. Die US-Regierung demonstrierte damit auch, dass es kein Verbrechen gibt, vor dem der Imperialismus zurückschreckt, wenn seine Vormachtstellung und die Profite seines Militärisch-industriellen Komplexes es seiner Meinung nach erfordern. Dass es seither zu keinem weiteren Einsatz von Atomwaffen kam, ist einer seit den 1940-er Jahren mit dem Weltfriedensrat entstandenen globalen Friedensbewegung zu verdanken und der Besonnenheit und Vernunft der zweiten großen Atommacht, der Sowjetunion.

„Vertreter der Europäischen Union haben den umfassendsten Freihandelsvertrag ihrer Geschichte unterzeichnet – ohne dass die Folgen dieses Abkommens angemessen in den Parlamenten beraten wurden. Auch die Bundesregierung hat sich auf europäischer Ebene nicht dafür eingesetzt, dass der Bundestag die Zeit erhält, sich angemessen mit den drohenden Folgen für den Verbraucherschutz und die öffentliche Daseinsvorsorge zu beschäftigen. Offensichtlich hatten die Regierungsparteien Angst vor einer umfassenden und transparenten Debatte. So leisten CDU/CSU und SPD der europäischen Integration einen Bärendienst“, kommentiert Pascal Meiser, Mitglied im Wirtschaftsausschuss des Bundestages für die Fraktion DIE LINKE, die heutige Unterzeichnung des europäisch-japanischen Freihandelsabkommens JEFTA in Tokio.

ippnwSechs Jahre nach der Atomkatastrophe von Fukushima leben die Menschen in Japan weiterhin mit deren verheerenden Folgen. Darauf weist die Ärzteorganisation IPPNW anlässlich des sechsten Jahrestages hin. Die havarierten Atomreaktoren des AKW Fukushima Dai-ichi sind weiterhin nicht unter Kontrolle. Im Inneren der Reaktorkerne wurden kürzlich so hohe Strahlenwerte gemessen, dass ein Mensch dort nach wenigen Minuten sterben würde. Die Bergung der geschmolzenen Brennstäbe wird vermutlich für viele Jahrzehnte nicht möglich sein, so dass die maroden Kraftwerksgebäude bei zukünftigen Naturkatastrophen eine hohe Gefahr für die gesamte Region darstellen.

Weltbund der demokratischen JugendWeltbund der demokratischen JugendAm gestrigen Donnerstag wurde weltweit an den 70. Jahrestag des Atombombenabwurf der USA auf die japanische Stadt Hiroshima erinnert. Drei Tage später bombardierten die USA die Stadt Nagasaki. Der Weltbund der demokratischen Jugend (WBDJ), der in diesem Jahr sein 70-jähriges Bestehen feiert, hat in einer Erklärung aus diesem Anlass die Jugend der Welt aufgerufen, sich weiter für den Frieden gegen die imperialistischen Mächte zu engagieren. Wir dokumentieren die Erklärung des WBDJ nachstehend in eigener Übersetzung.

70 Jahre sind seit heute seit den nuklearen Bombardierungen von Hiroshima und Nagasaki vergangen. Der Weltbund der demokratischen Jugend hat immer eine klare Position zur Verwendung von Atomwaffen bezogen.

Für eine Welt ohne AtomwaffenEs ist immer noch eine der am besten gepflegten Lügen der bürgerlichen Geschichtsschreibung, daß die Abwürfe von Atombomben auf die Städte Hiroshima und Nagasaki ein entscheidender Faktor für die kurz darauf erfolgte Kapitulation des japanischen Kaiserreiches und damit für das Ende des Zweiten Weltkrieges in Asien gewesen seien. Zwar hatten der Präsident der USA und seine Militärs ohne Zweifel den Willen, den Krieg so schnell wie möglich zu beenden, was jedoch nicht ausschlaggebend war für die Entscheidung über den verbrecherischen Einsatz der neuen Massenvernichtungswaffen.

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