DGBDer DGB Hessen-Thüringen begrüßt die Entscheidung der hessischen Landesregierung, dass die Möglichkeit zur generellen Sonntagsöffnung von Geschäften für die Zeit der Corona-Pandemie, abgeschafft wird. Michael Rudolph, Vorsitzender des DGB-Bezirks Hessen-Thüringen: „Sozialminister Klose steht damit zu seinem Wort, die coronabedingten Angriffe auf den Arbeitsschutz der Beschäftigten wieder rückgängig zu machen. Gleichzeitig dürfte ihm die Einsicht gekommen sein, dass die Regelungen kein Beitrag zum anvisierten Ziel der Versorgungssicherheit gewesen sind. Im Gegenteil: Beschäftigte, zum Beispiel im Einzelhandel, hätten seit März sieben Tage die Woche beschäftigt werden können. Damit wurde die Gesundheit der Beschäftigten ohne Not aufs Spiel gesetzt, denn bereits jetzt sind diese am absoluten Limit!“

In der Praxis sah der Lebensmitteleinzelhandel weitestgehend davon ab, die Geschäfte an Sonntagen zu öffnen. In den letzten Wochen kam es dagegen vermehrt zu Öffnungen von Baumärkten und Möbelhäusern. „Mir erschließt sich nicht, warum man sonntags Wandschränke und Couchgarnituren unter dem Vorwand der Versorgungssicherheit verkaufen muss“, sagt Rudolph. „Die großen Händler haben die bestehenden Regelungen aus reinen Profitinteressen schamlos ausgenutzt, ohne an die Gesundheit ihrer Beschäftigten zu denken. Es ist ein großer Erfolg von Gewerkschaften und Kirchen. Der vehemente Druck hat nun endlich dazu geführt hat, diese unsoziale Praxis zu beenden. Die Beschäftigten haben bereits ab Sonntag kommender Woche frei."

Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di hatte erst am 15. Juni Klage gegen die nochmalige Verlängerung der Genehmigung von Sonntagsöffnungen Klage eingereicht.

Quelle: DGB Hessen-Thüringen / RedGlobe