„Das NATO-Manöver ‚Baltops‘ kommt zur absoluten Unzeit. Statt mit Fregatten, Kampfhubschraubern und Minenjagdbooten unter Führung der 6. US-Flotte in der Ostsee den Krieg gegen Russland zu proben, müssen zur Bewältigung der Corona-Pandemie alle Anstrengungen auf internationale Kooperation und Verständigung ausgerichtet werden“, erklärt Sevim Dagdelen, Außenpolitikerin und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf das am 7. Juni beginnende Manöver „Baltic Operations 2020“.

Dagdelen weiter:

„Das NATO-Manöver ‚Baltops‘ setzt mit der Konfrontation gegen Russland nicht nur ein politisch falsches Signal, der gemeinsame Einsatz von 3.000 Soldaten aus 19 Nationen ist auch gesundheitspolitisch fahrlässig. Wie die Bundeswehr einräumt, können auf den Schiffen der deutschen Marine, die mit der Fregatte ‚Lübeck‘, den beiden Tendern ‚Werra‘ und ‚Donau‘, den Minenjagdbooten ‚Weilheim‘ und ‚Grömitz‘ sowie einem Seefernaufklärer vom Typ P-3C ‚Orion‘ beteiligt ist, die von der Bundesregierung vorgegebenen Abstandsregeln nur bedingt eingehalten werden. DIE LINKE fordert die Absage der NATO-Kriegsübung. Wir brauchen Kooperation mit Russland statt weiterer Eskalation unter US-Kommando.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

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