„Wenn Philipp Amthor die Zukunft der CDU darstellt, dann gute Nacht, Konservatismus. DIE LINKE hat gleich zu Beginn der Wahlperiode zur Verbesserung der Lobbykontrolle einen ganz konkreten Gesetzentwurf für ein verpflichtendes Lobbyregister (BT- DRS 19/15) und einen aussagekräftigen legislativen Fußabdruck in den Bundestag eingebracht. Es ist höchste Eisenbahn, dass die Union endlich ihren skandalösen Widerstand gegen ein Lobbyregister aufgibt. Der Fall Amthor ist nicht der erste Fall, aber er muss der letzte sein“, erklärt Jan Korte, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion DIE LINKE, zur aktuellen Lobbyismus-Affäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor.

Korte weiter:

„Seit Jahren erklärt die Koalition, dass alles extrem kompliziert sei, sie aber bald einen eigenen Vorschlag vorlegen werde. Das Ergebnis ist Null. Und das, obwohl die Ermittlungen wegen des Verdachts der Bestechlichkeit, Bestechung von Mandatsträgern und Geldwäsche rund um die Abgeordnete Karin Strenz, wie Amthor auch aus Mecklenburg-Vorpommern, bereits ein großes Schlaglicht auf das Problem innerhalb der Unionsfraktion geworfen hatte. Auch das mittlerweile selbst die Lobbyverbände ein Lobbyregister fordern, scheint die Union nicht weiter zu jucken. Es bleibt zu hoffen, dass wir am Ende des Jahres sagen können, Amthors größter Verdienst für die Demokratie besteht darin, durch sein Verhalten entscheidend dazu beigetragen zu haben, das ständige Mauern und Verschleppen durch CDU und CSU zu beenden. Um Lobbyismus transparent zu machen, muss zudem die Offenlegung sämtlicher Nebentätigkeiten und eine strengere Erfassung von Nebeneinkünften der Abgeordneten erfolgen.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

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