Heraus zum 1. Mai!Pünktlich zum 1. Mai entdecken einige Bundestagsabgeordnete plötzlich die Interessen der arbeitenden Menschen für sich. Weil der Internationale Kampf- und Feiertag der Arbeiterklasse in diesem Jahr auf einen Sonntag fällt, sprechen sich Politiker von Linken, SPD, und Grünen dafür aus, auf ein Wochenende fallende Feiertage künftig am nächsten Werktag nachzuholen. Eine solche Regelung gibt es unter anderem bereits in Belgien, Spanien und Großbritannien.

Auf Nachfrage der »Saarbrücker Zeitung« erklärte etwa die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Sabine Zimmermann, es könne »nicht sein, dass den Arbeitgebern regelmäßig zusätzliche Arbeitstage geschenkt werden, die eigentlich als bezahlte Feiertage den Beschäftigten zustehen«. Von einer Regelung wie in anderen Ländern würden auch die neun Millionen Beschäftigten profitieren, die ständig oder regelmäßig am Wochenende arbeiten müssen, so Zimmermann. Denn für sie würde der Ausgleichstag in der Woche ebenfalls gelten.

Die Sozialdemokratin Katja Mast lehnt eine solche »Entlastung« der Beschäftigten ebenfalls nicht ab, will eine Entscheidung darüber aber auf die lange Bank schieben. Priorität müsse die Debatte über die Zukunft der Arbeit und der Rente sowie »die dringende Regulierung von Leiharbeit und Werkverträgen« haben.

Beate Müller-Gemmeke von den Grünen spricht sich vor allem dafür aus, eine Ausgleichsregelung für den 1. Mai einzuführen: »Das hätte Charme. Dann haben Beschäftigte zum einen Zeit für die Kundgebung am Sonntag und können am freien Montag ihre Zeit der Familie widmen.«

Quelle: Saarbrücker Zeitung / RedGlobe

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