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Antifa

„Es darf unter Demokratinnen und Demokraten keine Frage sein, ob man sich zur Antifa zählt – die einzig richtige Antwort darauf ist Ja! “, so Silvio Lang, Erster Sprecher der VVN-BdA Sachsen e.V., in Reaktion auf einen dpa-Artikel „Darf man sich zur Antifa zählen?“ (https://www.saechsische.de/darf-man-sich-zur-antifa-zaehlen-5209979.html), der u.a. im Onlineangebot der Sächsischen Zeitung vom 02. Juni 2020 zu finden war. Darin wurden Reaktionen auf einen Tweet der SPD-Bundesvorsitzenden Saskia Esken zusammen getragen, die sich in Reaktion auf Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump zur Antifa bekannt hatte.

Lang weiter:

„Diese Frage fast genau ein Jahr nach dem Tod Walter Lübkes über einen Artikel zu schreiben, macht mich sprachlos.

Antifaschismus bedeutet die Ablehnung des Faschismus. Diese Grundhaltung muss alle Demokratinnen und Demokraten einen, unabhängig von ihrer sonstigen politischen Verortung. Wer sich auf dem Boden des Grundgesetzes zu Hause fühlt, das im antifaschistischen Geist geschrieben wurde, muss sich zum Antifaschismus bekennen. Die seit vielen Jahrzehnten versuchte Trennung zwischen vermeintlich guten Antifaschisten und vermeintlich bösen Antifas aus dem schwarzen Block, die Konstruktion angeblicher krimineller Organisationsstrukturen der Antifa oder die Abgrenzung zwischen antifaschistischer Haltung und antifaschistischem Handeln sind Versuche von rechten Kräften, eben jenen antifaschistischen Grundkonsens ins Wanken zu bringen. Wie erfolgreich sie mit dieser Strategie bislang waren, zeigen solche Artikel und die darin zitierten Reaktionen auf den Tweet von Saskia Esken.

Für den VVN-BdA Sachsen, der die Opfer des Naziregimes und ihre Interessen vertritt, warne ich dringend davor, dieser rechten Strategie weiter auf den Leim zu gehen. Antifaschismus ist nötig – der Tod Walter Lübkes, die Taten von Hanau und Halle haben das allein im letzten Jahr schmerzlich bewiesen!“

Quelle:

VVN-BdA Landesvereinigung Sachsen

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