05 | 04 | 2020

Es ist richtig, dass die Kitas im Land grundsätzlich geschlossen sind. Es ist auch richtig, dass es für bestimmte Kinder (Eltern) ein Notangebot gibt. Es ist aber verantwortungslos, wenn in dieser Situation einige Träger verlangen, dass das gesamte Team in der Kita ist, obwohl nur sehr wenig Kinder diesen Notdienst beanspruchen.

Einige Träger machen es vor. Dort wurde für die nicht im Notdienst benötigten Erzieher*innen das Homeoffice angeordnet. In der Kita sind nur die Fachkräfte, die auch entsprechend der anwesenden Kinder benötigt werden. Andere Träger haben zumindest das Team geteilt, und damit das Risiko verringert, um im Fall einer Infektion nur einen Teil des Teams in Quarantäne zu wissen.

Der Präsident des Landesamtes für Soziales Jugend und Versorgung, Detlef Placzek, hat bereits letzte Woche schriftlich darauf hingewiesen, dass die Personalkostenförderung durch das Land auch dann erfolgt, wenn ein Teil des Personals nicht in der Kita ist und dass nur so viel Personal anwesend sein muss, wie zur Aufrechterhaltung des Betriebes benötigt wird.

Einige Träger, so auch die Stadt Mainz, haben ihre Kitateams geteilt. Während die eine Hälfte in der Kita ist, arbeitet die andere im Homeoffice. Das ist besser, als wenn alle Erzieher*innen gleichzeitig in der Kita sind. Noch besser wäre es, wenn nur die tatsächlich für den Notdienst benötigten Fachkräfte anwesend sein müssten.

Erzieher*innen im Homeoffice müssen sich auch überhaupt nicht langweilen. Sie können ihr theoretisches Wissen auffrischen. Sie können die Dokumentation aktualisieren und es können für die Zeit nach der Pandemie Konzeptionen erstellt werden. Eine gute Fachkraft hat auch zu Hause genug zu tun.

Der ver.di Landesfachbereichsleiter Gemeinden - Volker Euskirchen - zur Situation: „Ich kann nur an die Träger appellieren, die nicht im Notdienst benötigten Fachkräfte ins Homeoffice zu schicken. Das hilft, dass sich so wenig wie möglich infizieren. Liebe Träger nehmen Sie Ihre Verantwortung für die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter*innen in den Kitas wahr!“

Quelle:

ver.di Landesbezirk Rheinland-Pfalz-Saarland

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