Dienstag, 11. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

Friedrich EngelsFriedrich EngelsEin Mann, der häufig genannt aber nicht so bekannt ist, hat heute Geburtstag. Seine Silhouette erscheint zusammen mit der von Marx auf den kommunistischen Bannern und Insignien. Er war ein Mann mit dem langen, dichten Bart, enzyklopedischem Wissen, von bürgerlichem Aussehen ( die Fabriken seines Vaters, die er verwaltete, dienten nicht nur dazu die Familie Marx und sich selbst zu unterstützen, sondern sie ermöglichten es ihm auch, das Proletariat in seinem Innern kennezulernen) und unruhigem Geist. Friedrich Engels (1820-1895) war der Freund, Mitarbeiter und Mäzen des Giganten aus Trier. Die bürgerliche Presse versucht ihn seines Wesens zu berauben und stellt ihn als einen „kommunistischen Gentlleman“ dar, mit mondänem Lebensstil, der so ganz anders war, als der seines Freundes.

Ulrich Sander

So wie der Weberaufstand von 1844 den Beginn der organisierten klassenkämpferischen deutschen Arbeiterbewegung signalisierte, so standen die Reichseinheit mit „Blut und Eisen“ von 1871 und die Pariser Kommune mit ihren Barrikaden gegen die deutsche und französische Kriegspartei für den Beginn der Arbeiterbewegung als Friedensbewegung. Dem „Krieg der Geknechteten gegen ihre Unterdrücker, dem einzig rechtmäßigen Krieg in der Geschichte“ konnte die Internationale Arbeiterassoziation im Juni 1871 zustimmen. Es war jedoch schon damals erkennbar geworden, dass Kriege nach innen wie außen keine Lösung der sozialen Frage bringen und dass der Gegner mit bewaffneten Aufständen kaum zu überwinden war. Es begann eine Phase des antimilitaristischen Kampfes, des Kampfes für Abrüstung. Die hauptsächliche Kampfform sollte nun der Massenstreik gegen den Krieg und für den sozialen Fortschritt sein, worüber die SPD auf ihren Parteitagen immer wieder stritt. Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg waren führend an diesen Debatten beteiligt.

Erklärung von Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch zum 100. Jahrestag der Beendigung des Ersten Weltkrieges

Am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne der Erste Weltkrieg. Ein Krieg, wie ihn die Menschheit bis dahin nicht gekannt hatte. Der erstmalige Einsatz von chemischen Waffen, U-Booten, Flugzeugen und Flächenbombardements zerstörte halb Europa und forderte rund 17 Millionen Tote. Ein Krieg, der die damalige gesellschaftliche Ordnung zerstörte und eine gebrochene europäische Gesellschaft hinterließ. Es folgten einschneidende Veränderungen, Revolutionen, staatliche Zusammenbrüche und Republikgründungen, das Ende der Monarchie und die Ausrufung der ersten deutschen Republik. Diese Novembertage 1918 veränderten Deutschland, Europa und die Welt grundlegend.

Aus der Erklärung des Zentralkomitee (ZK) der KPD „Gegen die Schmach der Judenpogrome“ von Mitte November 1938

„Getreu den stolzen Traditionen der deutschen Arbeiterbewegung, im wahren Geiste der größten deutschen Dichter und Denker, erhebt die Kommunistische Partei Deutschlands ihre Stimme gegen die Judenpogrome Hitlers, die vor der gesamten Menschheit die Ehre Deutschlands mit tiefster Schmach bedeckt haben …

Es ist eine elende Lüge, dass die Pogrome ein „Ausbruch des Volkszornes“ gewesen seien. Sie wurden von langer Hand vorbereitet, befohlen und organisiert allein von den nationalsozialistischen Führern. Sie sollten in Wirklichkeit dazu dienen, den wachsenden Volkszorn gegen die nationalsozialistische Diktatur, gegen die wahnwitzige Ausplünderung des ganzen deutschen Volkes zugunsten der Rüstungsmillionäre und der korrupten Nazibonzen abzulenken auf Unschuldige, mit dem Ruf: ‚Der Jud ist schuld!‘ …

Welche Lehren ziehen die Kommunisten aus der Novemberrevolution und ihrer Niederlage? „Kämpft für den Frieden, gegen die NATO, gegen den deutschen Imperialismus, für Frieden mit Russland“, ist eine der Schlussfolgerungen, die der DKP-Vorsitzende Patrik Köbele bei der Konferenz am Samstagabend aufzählte. Und: Die Illusionen der Arbeiterklasse und Nationalismus und Rassismus waren im 1. Weltkrieg „die Grundlage dafür, dass Arbeiter auf Arbeiter schossen“ – sie zu bekämpfen sei auch heute die Aufgabe der Kommunisten, Kampf für den Frieden erfordere internationale Solidarität – sowohl mit Migranten im eigenen Land als auch die Zusammenarbeit der kommunistischen Parteien.

GESCHICHTE: ALS DIE SPD DEM IMPERIALISTISCHEN KRIEG ZUSTIMMTE, ZEIGTE SIE, AUF WELCHER SEITE SIE STAND. DIE KOMMUNISTEN ORGANISIERTEN DEN WIDERSTAND UND MACHTEN EINE EIGENE PARTEI.

August 1914: Der erste Weltkrieg bricht aus. Denn der Krieg gehört zum Kapitalismus. Doch durch neue Erfindungen im Bereich der Rüstungsindustrie entwickelte sich dieser Weltkrieg zu einem nie dagewesenen Menschenschlachten. Wer nicht für den Kriegsdienst eingezogen wurde, musste an der Heimatfront für die Kriegsindustrie schuften und dabei Hunger leiden. Doch es gibt Widerstand: Am zweiten Dezember 1914 stimmt Karl Liebknecht als einziges Mitglied der SPD-Fraktion gegen die Kriegskredite. Er war bereits seit 1900 Mitglied der SPD, sein Vater gründete die Partei zusammen mit August Bebel und so waren Karl Marx und Friedrich Engels seine Patenonkel. Der Kampf für die Sache der Arbeiterklasse war ihm also schon in die Wiege gelegt. Und so kämpfte Liebknecht seit Jahren gegen den Militarismus und hatte wegen Antikriegsagitation bereits 1907 einen Prozess wegen Hochverrat am Hals. Während Kaiser Wilhelm damals persönliche Prozessberichte erhielt, sorgte Liebknecht für Aufsehen, da er sich mutig selbst verteidigte. Und nun, sieben Jahre später, bringt er den Mut auf, als einziger Abgeordneter „Nein“ zum Krieg zu sagen.

Dieser Satz des italienischen Schriftstellers und Auschwitz-Überlebenden Primo Levi aus seinen Lebenserinnerungen ist immer aktuell geblieben.

Der 9. November ist ein Schicksalsdatum in der deutschen Geschichte des 20. Jahrhunderts.

Neben anderen Ereignissen zu diesem Datum ist in diesem Jahr besonders an den 9. November 1918 zu erinnern. Mit dem Arbeiter- und Matrosenaufstand und dem Generalstreik wurde vor 100 Jahren zum Ende des 1. Weltkrieges beigetragen und durch diese Revolution brach das deutsche Kaiserreich zusammen.

Nie darf vergessen werden was in der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 geschah.

„Tauber biedert sich Wehrmachtsnostalgikern an“, sagt Christine Buchholz, für die Fraktion DIE LINKE Mitglied im Verteidigungsausschuss, anlässlich eines Tweets von Peter Tauber, in dem er an den Todestag von Erwin Rommel erinnerte.

Während wir in den vergangenen Wochen mehrfach warnend auf Geschichtsvergessenheit und Geschichtsrevisionismus hinweisen mussten, können wir diesmal verschiedene positive Beispiele antifaschistischer Erinnerungsarbeit benennen.

In den vergangenen Tagen fanden in KZ-Gedenkstätten und weiteren Orten Europas Gedenkveranstaltungen zur Erinnerung an die Befreiung von Faschismus und Krieg statt. Den Auftakt bildete traditionell die Feierlichkeit zur Erinnerung an den Jahrestag der Selbstbefreiung des KZ Buchenwald am 11. April 1945. Auf Einladung des Internationalen Komitees Buchenwald-Dora und Kommandos kamen mehrere hundert Teilnehmende und setzten – im Sinne des Schwurs von Buchenwald – ein Zeichen gegen Rassismus und Antisemitismus.

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