06 | 12 | 2019

Der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten (IBKA) fordert die Einrichtung bekenntnisfreier Schulen. „In bekenntnisfreien Schulen gibt es keinen konfessionellen Religionsunterricht als ordentliches Lehrfach“, sagte René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. „Dies ermöglicht es, im Unterricht in neutraler Weise über verschiedene Religionen und Weltanschauungen zu informieren, ohne die Schülerinnen und Schüler nach Konfession zu trennen. Diese Trennung stellt einen Anachronismus dar. Darüber hinaus verstößt ein konfessionsgebundener Unterricht in öffentlichen Schulen gegen das Neutralitätsgebot.“

Eine Grundgesetzänderung ist für die Einrichtung solcher Schulen laut IBKA nicht erforderlich. Vielmehr sehe das Grundgesetz in Artikel 7 (3) bekenntnisfreie Schulen ausdrücklich vor. Zudem sei wünschenswert, bekenntnisfreie Schulen nicht nur einzurichten, sondern zur Regelschule zu machen. „1949 waren über 90% der Deutschen Mitglied einer der großen Kirchen. Zur Zeit sind es nur noch etwas über 50%, mit sinkender Tendenz. Daher erscheint es gerechtfertigt, das, was damals als Ausnahme gelten musste, nunmehr zur Regel zu machen“, erklärt der IBKA-Vorsitzende.

Auftrittsverbote für linke Künstler_innen? Was für manche wie ein Kapitel aus vergangenen Tagen klingt, ist für viele Kunstschaffende Realität: Sie können keine Räume anmieten, Plakate werden abgerissen und Verleumdungskampagnen gestartet. Wer dabei an Initiativen von Kalibern wie Hans-Georg Maaßen oder Björn Höcke denkt, täuscht sich – oft werden sie aus dem vermeintlich eigenen Lager herbeigeführt. Linke Künstler_innen, die jüngst allesamt von einer solchen Verbotspolitik betroffen waren, haben sich nun zusammengefunden. Ihre Idee: Selbst ein Festival organisieren. An diesem Wochenende ist es soweit: Das „Ausgeladen-Festival“ findet in Hamburg statt. Florian Knop hat mit den Organisatoren Aaron Scherf und Dennis Tietze über linke Gegenkultur gesprochen – und über die Frage, was das Festival mit dem Leben abseits des Szenesumpfs zu tun hat.

Synchronschaffende werden künftig am wirtschaftlichen Erfolg der von ihnen synchronisierten Filme und Serien beteiligt. Eine erste gemeinsame Vergütungsregel dieser Art konnte die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) nun für die Filmverleiher Constantin Film und Studiocanal abschließen. ver.di hat dabei gemeinsam mit dem Bundesverband Schauspiel (BFFS), dem Bundesverband Synchronregie und Dialogbuch (BSD) sowie dem Bundesverband Regie (BVR) für die Kreativen verhandelt.

Anlässlich des 100. Jubiläums der Weimarer Reichsverfassung erinnert der Internationale Bund der Konfessionslosen und Atheisten an das bislang unerfüllte Verfassungsgebot, die staatlichen Leistungen an die Kirchen abzulösen.

„Eine Beendigung der Zahlungen an die Kirchen ist überfällig“, sagt René Hartmann, Erster Vorsitzender des IBKA. „Diese Zahlungen sind als staatliche Subventionen an die Kirche zu betrachten, die auf Kosten aller Steuerzahler geleistet werden. Sie verstoßen gegen die Trennung von Staat und Religion. Selbst wenn man anerkennen wollte, dass es sich um Entschädigungen für den Einzug von Kirchengüter handelt, wären sie durch die über einen derartig langen Zeitraum erfolgten Zahlungen als abgegolten zu betrachten.“

Unter dem Motto »Demokratisierung der Kunst und des Kunstbesitzes« startet die in Berlin erscheinende Tageszeitung junge Welt am 6. Juli eine neue Kunstedition. Sie knüpft damit an eine Tradition an, die in die 1970er Jahre zurückreicht: Die Junge Welt, auflagenstärkste Publikation der DDR, bot einmal im Monat kostengünstig signierte Originalgrafiken von noch jungen, weniger bekannten, aber auch international renommierten Künstlern in limitierten Auflagen an.

Solidarische Grüße aus Köln nach Venezuela. Foto: Marcel KunzmannSolidarische Grüße aus Köln nach Venezuela. Foto: Marcel KunzmannNicht-kommerzielle Gegenkultur statt teurer Mainstream-Musik: Am heutigen Montag endet in Köln das Festival der Jugend, eines der größten linken Jugendfestivals in Deutschland. An dem Wochenende kamen 2.000 BesucherInnen in den Jugendpark am Rhein, ein großer Teil davon blieb als Dauergäste auf dem Campinggelände.  Was das Motto „Zeit für Widerstand“ bedeutet, zeigte sich am Sonntag als der Musiker Kutlu von Microphone Mafia ein Lied den Opfern des NSU-Nagelbombenanschlags in der Keupstraße widmete, der sich an diesem Tag zum 15. Mal jährte. Auch deutlich wurde dies,  als das Publikum zum Abschluss mit einem Transparent seine Solidarität mit Venezuela bekundete. Die Botschaft heißt: „Hoch die internationale Solidarität!“ und „Niemand wird vergessen!“

M und RRund 400 Besucherinnen und Besucher sowie drei Generationen politischer Künstler appellieren: „Schließt euch zusammen gegen Faschismus und Krieg!“ Nach einem erfolgreichen Auftakt im Berliner „Heimathafen Neukölln“ haben am Samstag auf der Künstlerkonferenz der Zeitschrift Melodie&Rhythmus die Auschwitz-Überlebende und Sängerin Esther Bejarano, der Liedermacher Konstantin Wecker und weitere Künstler für ein Highlight gesorgt. Sie alle appellierten an Kunstschaffende, sich dem Kampf gegen rechten Zeitgeist, Faschismus und Krieg anzuschließen. Bejarano, Wecker und der afghanische Künstler Shekib Mosadeq sangen gemeinsam das bekannte Partisanenlied „Bella Ciao“.

SDAJ Logo»Zeit für Widerstand!« – Unter diesem Motto startet am Freitag im Kölner Jugendpark das Festival der Jugend 2019. Die Organisatoren des größten unkommerziellen und von Jugendlichen selbst veranstalteten politischen Festivals Deutschlands erwarten ein erfolgreiches Wochenende.

Vorgestern starteten die Vorbereitungen am Kölner Rheinufer: Bühnen, Großzelte und Essensstände werden aufgebaut, Licht und Technik installiert, Infrastruktur für die Verpflegung von über tausend BesucherInnen eingerichtet. Morgen startet im Jugendpark Köln ein vielfältiges politisches und kulturelles Angebot.

SDAJ LogoÜber das diesjährige Pfingstwochenende, vom 7. bis zum 10. Juni, wird erneut das alle zwei Jahre stattfindende Festival der Jugend seine Zelte im Jugendpark Köln am Rhein aufschlagen. Zu einem der größten linken Festivals in Deutschland zählend wird es komplett ehrenamtlich organisiert. Das Prinzip: Von Jugendlichen für Jugendliche. Dabei werden die Veranstalter der Sozialistischen Deutschen Arbeiterjugend (SDAJ) und ihre Mitveranstalter von der Naturfreundejugend NRW auch in diesem Jahr von mehr als 50 Organisationen und Gruppen unterstützt, darunter auch zahlreiche Gewerkschaftsgliederungen wie die IG BAU-Jugend bundesweit oder regionale Strukturen der IG-Metall-Jugend und der ver.di-Jugend. Rund 800 Camping- und 1500 Tagesgäste aus ganz  Deutschland werden erwartet.

KünstlerkonferenzMusiker, Literaten, Schauspieler und andere Künstler werden am Pfingstsamstag, den 8. Juni, im Berliner Heimathafen Neukölln auf Einladung der Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus zu einem Gipfeltreffen der Kultur zusammenkommen. Laut Veranstalter sollen dort Diagnosen des »Anschwellenden Bockgesangs« diskutiert, Perspektiven gegen den Rechtstrend entwickelt und mit einer Kultur-Gala internationale Solidarität gegen Faschismus und Krieg gezeigt werden.

jungewelt neuWie die Redaktion der Tageszeitung »junge Welt« am Donnerstag aus dem engsten Familienkreis erfuhr, ist der Schriftsteller und Sänger Wiglaf Droste am Mittwoch abend im Alter von 57 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit in Pottenstein (Franken) verstorben. Er schrieb seit 1994 regelmäßig für die »junge Welt«, seit Januar 2011 hatte er eine tägliche Kolumne. Zuletzt berichtete er darin vom Eheglück in Franken.

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