Samstag, 23. Februar 2019
Solidaritätsanzeige

Pressefreiheit verteidigen!
Den Angriff der Deutschen Post AG auf junge Welt zurückweisen

Die Tageszeitung junge Welt ist den Herrschenden, ihren Institutionen, ihren Medien und ihren Monopolen mehr als ein Dorn im Auge. Immer wieder wird versucht die Existenz der jungen Welt zu gefährden. Diesmal ist es die Deutsche Post AG, die unter Ausnutzung ihrer Monopolstellung versucht die junge Welt finanziell zu zerstören. Entgegen der Ankündigung, die Zustellpreise für die junge Welt im Jahr 2019 um 2,8 Prozent zu erhöhen, fordert die Post kurzfristig einen Preisaufschlag von 28,5 Prozent und damit mindestens 90.000 Euro mehr für das laufende Jahr. Dieses Manöver betrifft neben der jungen Welt nur wenige andere Presseerzeugnisse, er nutzt die Spezifik der jungen Welt als bundesweite Tageszeitung mit wenigen Druckstandorten und einem geringen Gewicht der Einzelausgabe aus. Es lässt sich mit Recht von einer „Causa junge Welt“ sprechen.

Erhöhte Mitgliederzahl durch Welle der Solidarität

Am 30.11. berichtete das Magazin „Focus“, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer ein Verbot der Roten Hilfe e.V. plane (Hufelschulte, Josef: „Seehofer will linksradikalen Verein verbieten“, Focus online, 30.11.2018). Im Artikel wird behauptet, als Gegenleistung zur juristischen und finanziellen Unterstützung dürften „die Delinquenten keine Aussagen bei der Polizei machen und müssen sich verpflichten, auch nach verbüßter Strafhaft den 'revolutionären Straßenkampf' fortzusetzen.“

Gegen diese Falschbehauptung hat die Rote Hilfe e.V. eine einstweilige Verfügung durchgesetzt. Focus, Focus online, wie auch dem Verfasser des Artikels ist es ab sofort untersagt, diese nachweislich falsche Aussage zu verwenden.

Seit mehreren Tagen berichtet vor allem die »Bild« über den Geflüchteten und Aktivisten Alassa M., der sich nach seiner Abschiebung am 20. Juni vergangenen Jahres nach Ablauf der halbjährigen Einreisesperre wieder in der BRD befindet und einen Asylantrag gestellt hat.

Der Abschiebung von Alassa M. waren Proteste in einer Asylunterkunft im bayrischen Ellwangen vorausgegangen. Die Bewohner*innen der Unterkunft hatten sich mit einem Betroffenen solidarisiert und eine Ausschaffung im ersten Anlauf verhindert, woraufhin eine Armada von schwerbewaffneten Beamt*innen die Abschiebung mit Einsatz brutaler Gewalt durchgesetzt hatte. Als einer Sprecher der Geflüchteten wurde Alassa M. nach Italien abgeschoben. Nach seiner Rückkehr scheint »Bild« die Kampagne gegen den Aktivisten aufwärmen zu wollen.

Melodie & Rhythmus (M&R) erscheint ab heute wieder. 1957 in der DDR gegründet, sollte sie im Januar 2018 aufgrund ökonomischer Probleme eingestellt werden. Wie der herausgebende Verlag 8. Mai am Dienstag, 11. Dezember 2018, in Berlin mitteilte, konnte dies durch das Engagement von über 50 Künstlern (darunter Liedermacherin Dota Kehr, Regisseur Johann Kresnik, Kabarettist Christoph Sieber, Soziologe Moshe Zuckermann, das englische Electropunk-Duo Sleaford Mods) und zahlreicher Leser abgewendet werden. Damit entgeht M&R dem Schicksal anderer gedruckter Musik- und Kulturzeitschriften, die im laufenden Jahr ihr letztes Heft herausbrachten, wie etwa Spex, Intro, Groove oder New Musical Express.

Damit hat vor wenigen Monaten niemand gerechnet: Die Kulturzeitschrift Melodie & Rhythmus (M&R) erscheint weiter. 1957 in der DDR gegründet, sollte sie im Januar 2018 aufgrund ökonomischer Probleme eingestellt werden. Wie der herausgebende Verlag 8. Mai am Dienstag (11.12.18) in Berlin mitteilte, konnte dies durch das Engagement von über 50 Künstlern (darunter Liedermacherin Dota Kehr, Regisseur Johann Kresnik, Kabarettist Christoph Sieber und Soziologe Moshe Zuckermann) und vieler Leser abgewendet werden. Mit über 1.700 zusätzlichen Abonnements, aber auch dank vieler Jahresaufträge für Anzeigenschaltungen vor allem von Kulturbetrieben sind die materiellen Voraussetzungen für das weitere Erscheinen der linken Zeitschrift gesichert: Ab kommenden Freitag, den 14. Dezember, ist Melodie & Rhythmus mit Heft 1/2019 wieder im gut sortierten Einzelhandel erhältlich.

jungewelt neuDie Deutsche Post AG erhöht zum Jahresbeginn 2019 kurzfristig und und entgegen vorheriger Zusagen drastisch die Preise für den Pressevertrieb. Der Verlag 8. Mai GmbH, der unter anderem die Tageszeitung »junge Welt« herausgibt, wurde erst sehr kurzfristig informiert, dass er statt der bereits 2017 kommunizierten 2,8-prozentigen Preissteigerung für das kommende Jahr nun jährlich 90.000 Euro zusätzlich bezahlen soll. Das ergibt eine Preissteigerung von 28,5 Prozent für 2019.

Scharfe Kritik am Zustand der Partei Die Linke übt deren langjähriger parlamentarischer Geschäftsführer im Bundestag (2005-2013), Ulrich Maurer, in einem Interview mit der Tageszeitung junge Welt (Samstagausgabe). Maurer, der früher SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender von Baden-Württemberg war, erklärt, die Partei müsse die 16,5 Millionen Armen in der Bundesrepublik vertreten. Dem werde sie »im Moment jedoch nicht gerecht«. Die Linke könne »unmöglich allein mit einem urbanen studentischen Milieu im Kreuz die Welt verändern«. Der gesamte Elan der Parteigründung sei »in die Mühlen« des parlamentarischen Kampfes geraten, aber »durch das Schreiben von Anträgen gewinnt man den Klassenkampf am Ende nicht.«

Nachstehende Erklärung durfte Diether Dehm bis gestern Abend auf Facebook nicht veröffentlichen. Grund: er hatte einen ZDF-Witzversuch Böhmermanns hinterfragt und dazu dessen Verbalinjurie gegen Erdogan, "Ziegenficker", kritisch zitiert. Was von beidem der Zensurgrund für Zuckerbergs Imperium war (der sonst oft gar Holocaustleugner schützt), ist noch nicht rekonstruabel.

Die in Berlin erscheinende überregionale Tageszeitung junge Welt sieht ihre Zukunft nach wie vor im gedruckten Produkt. Mit einer am Samstag startenden Kampagne sollen insbesondere neue Printabonnenten gewonnen werden.

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