23 | 07 | 2019

Kein Knast für das rebellische Eichhörnchen. Montage: RedGlobeKein Knast für Eichhörnchen
Montage: RedGlobe
Da wollte wohl ein Gefängnis die ihm zugewiesene Gefangene nicht haben: 2013 wurde die Umweltaktivistin Cécile Lecomte, wegen ihrer häufigen spektakulären Aktionen auch bekannt als das »rebellische Eichhörnchen«, wegen einer Anti-Atom-Kletter-Aktion zu einem Bußgeld von 20 Euro verurteilt. Da sie sich weigerte, dieses zu bezahlen, erhielt sie eine Ladung zum Antritt der Erzwingungshaft in der JVA Hildesheim (Abteilung der JVA für Frauen Vechta, Niedersachsen). Als sie heute Vormittag gegen 10 Uhr ihre eintägige Haft antreten wollte, wurde ihr überraschend mitgeteilt, dass das Bußgeld bereits bezahlt worden sei, sie müsse nicht in das Gefängnis. Erst auf wiederholte Nachfrage wurde ihr schließlich mitgeteilt, wer das Bußgeld übernommen hatte: Zum großen Erstaunen der anwesenden AktivistInnen war es die Hauptstelle der JVA in Vechta selber.

Zur Einigung zwischen Bund und Bayern zu den Castor-Transporten erklärt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: »Mit der Einigung zwischen Bundesumweltministerin Barbara Hendricks und Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, sieben Castor-Behälter aus Sellafield in das Zwischenlager beim AKW Isar bei Landshut zu bringen, sind längst noch nicht alle Probleme vom Tisch.

Vor der Berliner Jerusalemkirche, in der heute die Atommüll-Kommission des Bundestages einen sogenannten »Bürgerdialog« veranstaltet, demonstrieren die Atomkraftgegner der BI Lüchow-Dannenberg und von .ausgestrahlt gegen die fehlende Ernsthaftigkeit in der Bürgerbeteiligung. An einem Traktor aus dem Wendland ist auf einem großen Plakat zu lesen: »Niemand hat die Absicht, in Gorleben ein Endlager zu errichten.« Vor dem Eingang der Kirche steht eine große Mülltonne mit einem Schild: »Sie haben ein ernsthaftes Anliegen? Bitte hier zur Endlagerung abgeben! Ihre Atommüll-Kommission«. Demonstranten halten ein Banner mit der Aufschrift: »Bürgerbeteiligung bedeutet nicht Beteiligung an den Kosten, sondern an den Entscheidungen« und ein weiteres, auf dem steht: »Wir
fordern echte Mitbestimmung statt Pseudo-Bürgerdialog«. Im Anschluss an die Protestaktion beginnt im Tagungszentrum Pfefferberg in Berlin eine Tagung der Atomkraftgegner unter dem Titel »Atommüll ohne Ende«.

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