„Die dramatisch ansteigenden Infektionszahlen wie auch die fortgesetzte politische Verfolgung auch von deutschen Staatsbürgerinnen und Staatbürgern in der Türkei machen eine Reisewarnung zwingend“, erklärt Sevim Dagdelen, Außenpolitikerin und Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss.

Dagdelen weiter:

„Die Corona-Infektionszahlen in der Türkei sind mit jeweils rund 1.500 neuen Fällen in den vergangenen Tagen dramatisch hoch. Eine Aufhebung der Reisewarnung, weil die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan Druck ausübt, wäre angesichts der Infektionszahlen und auch der politischen Verhältnisse in der Türkei unverantwortlich.

DIE LINKE forderte auch schon früher, aus anderen Gründen, die verschärften Reisehinweise des Auswärtigen Amtes konsequenterweise in eine Reisewarnung umzuwandeln. Dutzende deutsche Staatsbürger sind aus fadenscheinigen Gründen weiterhin in der Türkei inhaftiert oder werden an einer Ausreise gehindert. Mit einer Reisewarnung können Verbraucherinnen und Verbraucher wenigstens ihre Buchungen kostenfrei stornieren. Und trotzdem gilt für jene, die reisen wollen: Eine Reisewarnung ist kein Reiseverbot.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

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