07 | 04 | 2020

Diese Woche weitet der private Sozial- und Pflegebereich gemeinsam seinen Streik- und Arbeitskampf für höhere Löhne und die 35-Std.-Woche nochmals aus, um den Forderungen der Beschäftigten Nachdruck zu verleihen. Am Montag 24.2. treten die KollegInnen der Caritas in einen Streik- und Aktionstag, am 26., 27. und 28.2. erhöhen dann die SWÖ-Beschäftigten mit einer ausgeweiteten zweiten Streikwelle und mit Demonstrationen die Schlagzahl.

Nahezu symbolisch für die Misere in dieser traditionellen „Frauenbranche“, fällt diese Woche genau dazwischen auch der heurige Equal Pay Day. Dieser fällt heuer (auf Datenbasis der Statistik Austria) auf den 25. Februar. 

Neben dem bekannteren  Equal Pay Day im Herbst, wird dieser aufgrund seiner jeweiligen Berechungsmethoden auch im Frühling datiert – und benennt hier nun den Tag, bis zum dem Frauen in das Jahr 2020 hinein weiterarbeiten müssen, um so viel verdient zu haben wie ihre männlichen Kollegen bis Ende 2019.

Die Schere zwischen den Löhnen und Gehältern von Frauen gegenüber Männern klafft demgemäß ungebrochen auseinander. In Lohn und Brot stehende Kolleginnen verdienen nach wie vor deutlich weniger als ihre männlichen Kollegen. Trotzdem sie etwa bei den Bildungsabschlüssen nicht nur aufgeholt, sondern ihre männlichen Kollegen sogar bereits überflügelt haben.

Und diese Lohnschere gestaltet sich aufgeschlüsselt nach Berufen und den einzelnen Beschäftigungsverhältnissen nochmals viel drastischer als es schon im allgemeinen Gender Pay Gap zum Ausdruck kommt. So verdienen Arbeiterinnen nach wie vor satte 27,5%, weibliche Angestellte sogar exorbitante 32,4% weniger als ihre männlichen Kollegen.

Zugleich schlägt diese Lohnschere auf ganze Branchen durch.Entsprechend liegen die Einkommen im privaten Sozial- und Pflegebereich denn auch um 17–20% unter den Durchschnittseinkommen.

Umso entscheidender der aktuelle Arbeitskampf, ihn zu einem erfolgreichen Ende zu führen und ein breite, aktive Solidarisierung auch der Beschäftigten aller anderen Branchen.

Die KollegInnen der Sozialbranche bilden aktuell die VorreiterInnen und gewerkschaftliche Speerspitze des Kampfes um die 35-Stunden-Woche und um die Aufwertung von Teilzeitarbeit.

Öffentliche Caritas-Streikkundgebung (der Caritas-Beschäftigten)
Montag, 24.2., 11.00 Uhr, Wiedner Gürtel 10, 1040 Wien

Öffentliche SWÖ-Streik-Demonstration (der Belegschaften aus 16 Betrieben)
Donnerstag, 27.2., 13.45 Uhr, Treffpunkt: Praterstern

Fackelmarsch der Solidarität (Beschäftigte Lebenshilfe und Volkshilfe Salzburg)
Freitag, 28.2., 18.00 Uhr, Treffpunkte: Salzburg – Platzl / Zell am See – Hallenbadparkplatz

Quelle:

KOMintern

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