Die Martin i Soler auf humanitärer Mission. Foto: Jose Antonio Moreno Monge / flickr (CC BY-SA 2.0)Die seit den letzten Wahlen im Mai von einer links-sozialdemokratischen Koalition regierte Autonome Region Valencia in Spanien will eine Fähre nach Griechenland schicken, um mindestens 1000 Menschen zu sich zu holen. Die Generalitat, die Regionalregierung, habe bereits mit der Reederei Baleària vereinbart, die normalerweise zwischen Valencia und den Balearen verkehrende »Martin i Soler« für diesen Zweck einzusetzen. Das Schiff soll zunächst Hilfsgüter auf die Insel Lesbos bringen und auf der Rückfahrt die Flüchtlinge mitnehmen.

Wie der Präsident der Generalitat, Ximo Puig, und seine Stellvertreterin Mónica Oltra erklärten, könnte die erste Fahrt im November stattfinden. Benötigt würden noch die Genehmigungen der spanischen und der griechischen Regierung sowie der Europäischen Union, damit es keine Probleme gebe, hieß es. Ausgeschlossen wird auch nicht, dass das Schiff mehrfach fahren wird, und auch eine Reise in die Türkei wird nicht ausgeschlossen. Man hoffe auf die Unterstützung von Nichtregierungsorganisationen, die sich in der Region und in dem Thema auskennen, erklärten die Politiker, und nannten konkret das Rote Kreuz, das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR und Ärzte ohne Grenzen.

In Valencia sollen die Flüchtlinge in Unterkünften der Generalitat, Einrichtungen der Kommunalverwaltungen oder in von privaten Unternehmen bereitgestellten Unterkünften beherbergt werden. Man arbeite bereits an einem Plan, um die Ankommenden sofort mit Lebensmitteln sowie ärztlicher und psychologischer Betreuung zu versorgen und den Kindern den Schulbesuch zu ermöglichen.

Während Puig der Reederei Baleària für die Bereitschaft dankte, sich an der Aktion zu beteiligen, erklärte deren Chef Adolfo Utor, dies sei eine Gelegenheit, damit Valencia »in Spanien und Europa mal wieder eine gute Nachricht liefert«. Dagegen reagierte die spanische Zentralregierung bereits ablehnend auf die valencianische Initiative. Die Aufnahme von Flüchtlingen dürfe keine »unilaterale Entscheidung« sein, sondern müsse auf EU-Ebene geregelt werden, forderte Madrid. Das Kabinett von Ministerpräsident Mariano Rajoy weigert sich bislang, eine größere Zahl von Menschen aufzunehmen.

Quelle: eldiario.es / RedGlobe

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