Klimawandel Fridays for Future

  • IG Metall verlangt deutlichen Ausbau von Windenergie

    Angesichts der aktuellen Ausbauzahlen der Windindustrie in Deutschland mahnt die IG Metall zu mehr Tempo. Wirtschaft und Industrie benötigten mehr erneuerbaren Strom.

    „Wenn wir bis 2050 eine klimaneutrale Energieversorgung wollen, brauchen wir einen jährlichen Zubau von rund 4 Gigawatt Onshore und 2 Gigawatt Offshore“, betont Wolfgang Lemb, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der IG Metall.

  • ver.di und Fridays for Future zum öffentlichen Personennahverkehr

    Fridays for FutureBei einer gemeinsamen Pressekonferenz der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) und Fridays for Future am 22. Juli 2020 zum Thema „Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV): Bundesweite Tarifverhandlungen – Allianz für bessere Arbeitsbedingungen und Klimaschutz“ wurden die nachfolgenden Stellungnahmen abgegeben:

    Statement der stellvertretenden ver.di-Vorsitzenden Christine Behle:

    „Die Corona-Krise hat deutlich gemacht, dass die Beschäftigten im öffentlichen Personennahverkehr zu den Unverzichtbaren gehören. Wegen der Krise wurde die Tarifrunde unterbrochen, jetzt muss sie aber wieder ins Rollen gebracht werden.

  • Fridays for Future für schnelleren Kohleausstieg

    Fridays for FutureSowohl am heutigen Freitag, als auch in der vergangenen Woche haben Aktivist*innen von Fridays for Future in über 50 Städten bundesweit gegen das heute im Bundestag verabschiedete Kohleausstiegsgesetz protestiert, welches den Kohleausstieg bis 2038 festschreibt. In unter anderem Dresden, Berlin, Hamburg und Konstanz demonstrierten Schüler*innen und Studierende mit bis zu 1000 Menschen in corona-konformen Aktionsformen bei Fahrraddemos oder Sitzstreiks. Das Gesetz führt zu verlängerten Laufzeiten, da Entschädigungen in Milliardenhöhe geplant sind und ist laut den Scientists For Future sowie einer Studie des DIW unvereinbar mit dem 1,5-Grad-Ziel.

  • BUND: Gesetz zum Kohleausstieg klimapolitische Bankrotterklärung

    Der Kohleausstieg, den der Bundestag an diesem Freitag beschließen wird, ist nach Ansicht des BUND-Vorsitzenden Olaf Bandt inkonsequent und völlig unzureichend. Zwar sei das Gesetz sozial- und strukturpolitisch vorbildlich abgesichert, aber klimapolitisch handele es sich um eine Bankrotterklärung, schreibt Bandt in einem Beitrag für die Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe).

  • Umwelt-Expertin Herold fordert breite Basis aus Erneuerbaren für Wasserstoffstrategie

    Die Wasserstoff-Strategie der Bundesregierung braucht nach Ansicht der Umweltexpertin Anke Herold dringend eine breitere Basis aus erneuerbaren Energien. "Unser Strom ist wahrscheinlich erst um das Jahr 2040 herum ausreichend grün, damit der Wasserstoffeinsatz einen Klimavorteil bringt", schreibt die Geschäftsführerin des Öko-Instituts Freiburg in einem Beitrag für die Tageszeitung "neues deutschland" (Freitagausgabe). Wenn Kohlestrom zur Wasserstofferzeugung genutzt werde, dann sei Wasserstoff wesentlich klimaschädlicher als heutige fossile Brennstoffe. "Daher funktioniert die Wasserstoffstrategie nur zusammen mit einer verstärkten Ausbaustrategie für erneuerbaren Energien."

  • Fridays for Future fordert klimagerechtes Konjunkturprogramm

    Fridays for FutureAnlässlich der Sitzung des Koalitionsausschusses zur Beratung über staatliche Konjunkturmaßnahmen am heutigen Dienstag, den 2. Juni 2020, stellt Fridays For Future gemeinsam mit Vertreter*innen von ver.di und dem Paritätischen Wohlfahrtsverband seine Bedingungen für gerechte und nachhaltige Konjunkturmaßnahmen vor. Mit Protestaktionen unter dem Motto #KlimazielStattLobbydeal in über 60 Städten in Deutschland verleihen die Aktivist*innen ihren Forderungen zusätzlichen Nachdruck.

  • Kritisch bleiben. Abstand halten. Klima schützen.

    Das Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ ruft am Montag, den 16. Mai ab 18 Uhr zur Kundgebung unter dem Motto „Kritisch bleiben. Abstand halten. Klima schützen.“ auf den Nikolaikirchhof auf.

    Dazu erklärt Irena Rudolph-Kokot für das Aktionsnetzwerk: „Den an mehreren Tagen in der Woche stattfindenden Ver- und Ansammlungen der ‘Bewegung Leipzig’ und des ‘Widerstand 2020’, welche Verschwörungsideolog*innen und verschiedene Rechte anziehen, setzen wir nun seit dem vergangenen Montag Inhalte entgegen, die für eine solidarische Gesellschaft aus unserer Sicht wichtig sind. Dazu gehören auch kritische Worte an die politisch Verantwortlichen. Unsere Kritik ist konstruktiv, und wir orientieren uns an wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wir grenzen uns klar von jeglichen Verschwörungsmythen und Ideologien gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit ab. Der kommende Montag steht im Zeichen der Klimagerechtigkeit. Dazu haben wir uns Vertreter*innen von Ende Gelände Leipzig, Fridays for Future Leipzig, Students for Future Leipzig und dem Landesverband der Grünen Jugend Sachsens eingeladen.“

  • ”Wir brauchen neuen Schwung für die Wärmewende”

    Ein Bündnis aus Gewerkschaften, Verbänden, Genossenschaften und Klimaschutzorganisationen wirbt für mehr grüne Wärme in der Nah- und Fernwärmeversorgung. Das Bündnis schlägt ein konjunkturstimulierendes Förderprogramm für grüne Wärmenetze vor. Es soll die Umstellung der Wärmeversorgung auf erneuerbare oder klimaneutrale Quellen* erleichtern.

  • Workers for Future aktiv beim fünften weltweiten Klimastreik

    Der zurückliegende 5. weltweite Klimastreik der Fridays for Future- und Klimaprotestbewegung fand aufgrund der Gegebenheiten vorrangig als Onlineklimastreik und mit Protesten im Netz statt. Aber nicht gänzlich Analog. Wie viele andere wollten sich auch die Workers for Future nicht ganz aus dem öffentlichen Raum drängen lassen und setzten – unter strikter Einhaltung aller gebotenen Vorsichtsmaßnahmen – in mehreren Städten auch eine Reihe öffentlicher Protestzeichen.

  • Fridays for Future: Größte Online-Demonstration der Geschichte

    Fridays for FutureAm heutigen Freitag, den 24. April, hat die Klimagerechtigkeitsbewegung Fridays for Future ihren fünften globalen Klimastreik veranstaltet. Die Proteste fanden zum ersten Mal wegen der Corona-Pandemie nicht auf der Straße, sondern weitestgehend im Internet unter dem Motto #NetzstreikFürsKlima statt. Zudem gab es in dutzenden Städten kreative Aktionen, die unter Sicherheitsvorkehrungen mit wenigen Menschen durchgeführt wurden und bei denen etwa durch Schilder und Banner auf die Dringlichkeit der Klimakrise aufmerksam gemacht wurde. Auf dem deutschlandweiten Livestream kamen auf allen Plattformen zusammen 214.000 Aufrufe zwischen 12 Uhr und 15 Uhr zusammen. Zudem trugen sich in eine virtuelle Streikkarte rund 87.000 Menschen mit Bildern ihrer Teilnahme von zuhause aus ein. Auf Twitter wurden unter den bewegungseigenen Hashtags bis 16 Uhr rund 40.000 Tweets veröffentlicht.

  • Warum die Klimakrise alle (be)trifft

    Der heutige, fünfte weltweite Klimastreik der Fridays for Future und Klimaprotestbewegung wird aufgrund der Gegebenheiten anders über die Bühne gehen, als die zurückliegenden Großdemonstrationen. An der Dramatik der Klima-Situation hat sich indes auch im Schatten der Corona-Krise mitnichten etwas geändert.

    Der vom Menschen verursachte Klimawandel ist bei weitem nicht die einzige Umweltkrise, jedoch die derzeit bedeutendste und dringendste. Denn der Klimawandel stellt eine existenzielle Bedrohung für Mensch und Natur generell dar. Es wäre daher zutreffender von einer Klimakrise und einem drohenden Klimaumbruch zu sprechen.

  • Die Klimakrise macht keine Pause

    Es ist wohl keine Einbildung: Die Luft schien in den letzten Wochen frischer. Selbst mitten in der Großstadt war es auch wochentags viel stiller als sonst, waren die Straßen leerer. Am Himmel über Berlin sah man, so wie im ganzen Land, immer weniger Flugzeuge. Die wenigen Wochen, in denen auch viele Betriebe stillstanden, werden für die Jahresklimabilanz weltweit, in Europa und in Deutschland wahrscheinlich deutliche Auswirkungen haben: Die Bundesrepublik könnte – anders als noch vor zwei Monaten erwartet – nun doch die angestrebten Klimaziele für 2020 erreichen. Die „Agora Energiewende“ geht zum Beispiel inzwischen davon aus, dass die Treibhausgasemissionen in Deutschland 2020 um 40 bis 45 Prozent unter das Niveau von 1990 sinken. Doch das wird nur ein kurzzeitiger Effekt sein.

  • Globaler Klimastreik am 24. April

    Fridays for FutureAm Freitag, den 24. April 2020, findet der fünfte globale Klimastreik von Fridays For Future statt. Anders als bei den vergangenen Aktionstagen werden diesmal allerdings keine Menschenmassen auf den Straßen für Klimagerechtigkeit protestieren: Aufgrund der Coronapandemie ruft Fridays For Future zu alternativen, gesundheitlich am Freitag unbedenklich Protestformen auf. Anstelle des normalen Streikprogramms wird ab 12:00 Uhr auf YouTube eine Online-Demo mit Musikprogramm und Redebeiträgen von internationalen Klimaaktivistinnen und Scientists For Future übertragen. Unteranderem wird Katja Riemann mit Erik Marquardt über die Situation der Geflüchteten auf Lesbos reden und Eckhardt von Hirschhausen mit Pflegepersonal die aktuelle Lage in Krankenhäusern aufgreifen. Musikalische Unterstützung bekommen sie von Giant Rooks, Mogli und Clueso, der im Livestream seine neue Single „Tanzen“ released.

  • Rettet der Lockdown das Klima?

    Atmosphärenforscherinnen und Atmosphärenforscher der Universität Innsbruck haben ermittelt, dass Mitte bis Ende März die Stickstoffdioxid-Werte rund um Innsbruck stark zurückgegangen seien. Weitreichende Mobilitätsbeschränkungen, so der Wissenschafter Thomas Karl, würden unter den Lockdown-Umständen ein kontrolliertes Experiment ermöglichen. In Zukunft könne das helfen, Auswirkungen von Verkehrsbeschränkungen auf die Verteilung von Luftschadstoffen besser beurteilen zu können.

    Es stellt sich jedoch die Frage nach der Zweckmäßigkeit bzw. der Aussagekraft einer Studie, die allein auf den Verkehr ausgerichtet ist und nicht auf den gesamten Produktionsprozess.

  • Fridays for Future sagt Streiks in Bayern ab

    Fridays for FutureFridays For Future sagt kurzfristig große bayernweite Aktionen am 13. März ab. Zahlreiche der vor den Kommunalwahlen geplanten Demonstrationen können aufgrund des Corona-Virus nicht planmäßig stattfinden. Durch die Absage möchten die Veranstalter einer weiteren Ausbreitung des Virus vorbeugen, weshalb sie sich in Absprache mit Expert:innen dazu entschlossen haben, die Veranstaltungen nicht durchzuführen. Dennoch stellen die Veranstaltenden klar, dass das Thema #Klimawahl weiterhin von essenzieller Bedeutung ist!

  • Sozial fragwürdiges Prestigeprojekt Klimaplan

    Seit vorgestern kann der 200 Seiten umfassende nationale Klimaplan der Regierung online bestaunt und, wer Zeit und Muße dazu hat, auch komplett gelesen werden. Das ambitiöse Klimaprogramm der grünen Minister soll dafür sorgen, daß bis zum Jahr 2030 die CO2-Emissionen mehr als halbiert werden und der Anteil erneuerbarer Energien auf ein Viertel steigen.

    Wieviel dieses komplette Umkrempeln des Landes kosten wird und wer letztendlich die Zeche dafür bezahlt, dazu wollten die zuständigen Minister bis zuletzt nicht wirklich mit der Sprache herausrücken. Es dürfte sich allerdings bewahrheiten, wovor an dieser Stelle in den letzten Wochen und Monaten immer wieder gewarnt wurde: Weitere finanzielle Einschnitte für die Familien, Rentner, Alleinerziehenden und alle, die sich ein umweltbewußtes Leben vom Munde absparen müßten.

  • Kritik am Grazer Klimaschutzfonds: Wirtschaftsförderung statt Klimaschutz!

    Zahlreiche Technologien für den Klimaschutz stehen bereits seit Jahren zur Verfügung. Für die tatsächliche Umsetzung sinnvoller Maßnahmen fehlt es in Graz jedoch am politischen Willen und zwar gerade dann wenn sie wirtschaftlichen Interessen oder Prestigeprojekten entgegenstehen.

    Als falsches Signal bezeichnet KPÖ-Naturschutzsprecherin Christine Braunersreuther das Vorhaben, die erste Tranche aus dem Grazer Klimaschutzfonds in Höhe von 1,5 Mio. Euro ausgerechnet für eine gemeinsame Ausschreibung der Stadt Graz und des Landes Steiermark zur Einreichung von Projekten zum Themenschwerpunkt „Green Tech 100“ zu verwenden.

  • Die Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit macht vor dem Klimaschutz nicht halt

    Die Diskussionen über Klimaschutz im Allgemeinen, und über ein Klimaschutzgesetz und einen nationalen Energie- und Klimaplan im Besonderen, haben deutlich gemacht, dass unter den gegebenen Umständen ein »objektives« und »sachliches« Herangehen an die Klimafrage nicht erwartet werden kann, weil es ganz konkrete Interessen gibt, die das verhindern.

    Dafür treibt die Diskussion über Klimaschutzmaßnahmen und CO2-Steuern inzwischen ganz üble Blüten, die eigentlich nur Ausdruck dessen sind, dass auch der Klimabereich sich nicht der Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit und damit dem Klassenkampf entziehen kann.

  • Kubas Außenminister: Klimawandel bedroht Überleben der Menschheit

    Kubas Außenminister Bruno Rodríguez rief am Mittwoch dazu auf, gegen den Klimawandel vorzugehen, der als Überlebensbedrohung angesehen wird und dessen Auswirkungen bereits irreversibel sind. „Das letzte Jahrzehnt war das heißeste, das jemals aufgezeichnet wurde, und 2019 war das zweitwärmste Jahr seit es Aufzeichnungen gibt“, sagte der Minister für Auswärtige Beziehungen auf Twitter.

    Die Weltorganisation für Meteorologie hatte darauf hingewiesen, dass die Hitzewellen der letzten Jahre die tödlichsten waren, alle Kontinente betrafen und Rekordtemperaturen in den Ländern hervorriefen.

  • Transformation braucht Sachlichkeit und Verantwortung

    DGBGemeinsame Erklärung des DGB, ver.di und IG BCE zur aktuellen Debatte über die Umsetzung des Kohlekompromisses durch die Bundesregierung

    Das Ergebnis der Kommission Wachstum, Strukturwandel, Beschäftigung (KWSB) ist ein wichtiger Meilenstein für den Umbau der deutschen Wirtschaft hin zu einem nachhaltigen Produktionsmodell. Die Beratungen in der Kommission haben alle Beteiligten stark gefordert. Sie haben aber auch zu einem besseren gegenseitigen Verständnis der jeweiligen Argumente und zu einem notwendigen Abwägungs- und Ausbalancierungsprozess geführt.