20 | 09 | 2019

„Arbeiter meines Vaterlandes, ich habe Vertrauen in Chile und sein Schicksal. Andere werden diesen grauen und bitteren Moment überwinden, in dem der Verrat sich durchsetzen will. Sagt euch immer wieder, dass die Alleen sich eher früher als später wieder öffnen werden, über die freie Menschen schreiten, um eine bessere Gesellschaft aufzubauen.“

Mit diesen Worten verabschiedete sich Präsident Salvador Allende für immer, nur wenige Augenblicke vor seiner Ermordung, an einem Tag wie heute, aber im Jahr 1973, im Palacio de la Moneda.

Währenddessen befanden sich Tausende von jungen Vertretern der Linken in dieser südamerikanischen Nation angesichts des Staatsstreichs, der den Beginn einer der brutalsten Diktaturen Lateinamerikas, der von Augusto Pinochet, markierte, in unmittelbarer Gefahr.

An diesem Tag starb jedoch nicht nur ein großer Volkstribun wie Allende, sondern auch die Möglichkeit, anders zu denken als die herrschende Klasse, die alle möglichen Mittel einsetzen würde, um an der Macht zu bleiben.

Am 11. September sah die Welt schockiert zu, wie sich dasselbe Militär, das dem Präsidenten Chiles die Treue geschworen hatte, gegen ihn und damit gegen die Menschen wandte, die sich demokratisch für den Weg der Gleichheit und Gerechtigkeit entschieden hatten.

Dieser Verrat wurde jedoch nicht aus sich allein geboren, sondern von der Regierung der Vereinigten Staaten gefördert und finanziert, wie dies auch von Pilar Aguilera und Ricardo Fredes, den Autoren des Buches „Der andere 11. September“, bei dessen Vorstellung zum Ausdruck gebracht wurde.

Für Aguilera und Fredes war die Unterstützung durch die CIA von entscheidender Bedeutung für die erfolgreiche Durchführung des Staatsstreichs von Pinochet. Die US-Regierung und große Gesellschaften besaßen wichtige Unternehmen auf chilenischem Boden, und ein Präsident wie Allende war ein Hindernis für die weitere Umsetzung ihrer neoliberalen Politik.

Über den 11. September ist viel gesagt worden, aber ohne Zweifel war eine der emotionalsten Ausdrucksformen der Unterstützung für das chilenische Volk und die Familienangehörigen des verschwundenen Präsidenten die, die Kubas historischer Führer Fidel Castro in seiner Rede vom 28. September 1973 zum Ausdruck brachte.

„Der Präsident war nicht nur mutig und standhaft, indem er zu seinem Wort stand, die Sache des Volkes noch sterbend zu verteidigen, sondern wuchs auch in der entscheidenden Stunde bis an unglaubliche Grenzen (…) Salvador Allende zeigte mehr Würde, mehr Ehre, mehr Wert und mehr Heroismus als alle faschistischen Militärs zusammen. Seine Geste unvergleichlicher Größe versetzte Pinochet und seine Komplizen für immer in Schmach. Das ist revolutionär!“

Was als nächstes passierte, weiß Chile noch gut. Víctor Jaras Lieder füllten nicht mehr die Konzerthallen. Die Auflösung der Regierung der Unidad Popular beendete einen der schönsten Träume Lateinamerikas im 20. Jahrhundert und stellte einen traurigen historischen Rückschlag in einem Land dar, das von mehr geträumt hatte.

Quelle:

Granma Internacional


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