Donnerstag, 27. Juli 2017
Solidaritätsanzeige

Frauen und Kinder in El Salvador. Foto:  Alison McKellar / flickr.comDas in El Salvador bestehende totale Abtreibungsverbot führt zum Tod Hunderter Frauen und Mädchen. Sie müssen sich heimlichen, unsicheren Abtreibungen unterziehen oder sind gezwungen, gesundheitsgefährdende Schwangerschaften auszutragen. Darauf hat die Menschenrechtsorganisation Amnesty International am heutigen Donnerstag in einem in dem zentralamerikanischen Land unter dem Titel »On the brink of death: Violence against women and the abortion ban« festgestellt. »Die Situation von Frauen und Mädchen in El Salvador ist schockierend. Ihnen wird das Recht genommen, über ihren eigenen Körper zu entscheiden«, kommentierte dies  die Lateinamerika-Expertin von Amnesty in Deutschland, Maja Liebing.

Salvador Sánchez Cerén feiert den Wahlsieg. Foto: Simpatizantes del FMLNSalvador Sánchez Cerén feiert den Wahlsieg. Foto: Simpatizantes del FMLNIn El Salvador hat das Oberste Wahlgericht (TSE) am Donnerstagmorgen Salvador Sánchez Cerén von der linken Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) offiziell zum Sieger der Präsidentschaftswahl vom vergangenen Sonntag erklärt. TSE-Chef Eugenio Chicas erklärte nach Abschluss der Überprüfung aller Stimmen, die FMLN habe exakt 1.495.815 Voten erhalten, was 50,11 Prozent ergibt. Auf den Kandidaten der rechten ARENA, Norman Quijano, entfielen 1.489.451 Stimmen bzw. 49,89 Prozent. Damit lag der linke Kandidat, der bisher schon Vizepräsident des zentralamerikanischen Landes war, exakt 6364 Stimmen vor seinem rechten Konkurrenten.

»Wir beobachten mit Sorge die Weigerung der politischen Rechten um den Kandidaten der Partei ARENA, Norman Quijano, ihre knappe Niederlage anzuerkennen. Dies, in Verbindung mit der engen Beziehung zum Militär, stellt die Rechtstaatlichkeit auf eine harte Probe. Es liegt nun an der Bundesregierung, das Ergebnis anzuerkennen und die gewählte Regierung zu unterstützen«, erklärt Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion Die Linke, anlässlich des politischen Tauziehens um das Wahlergebnis in El Salvador. Salvador Sánchez Cerén wurde mit knapper Mehrheit zum Präsidenten der Republik gewählt.

Jubelnde Anhänger der FMLNJubelnde Anhänger der FMLNIn El Salvador soll die am Montag begonnene Nachzählung der Präsidentschaftswahl vom Sonntag bis Donnerstag oder Freitag abgeschlossen sein. Das erklärte der Chef des Obersten Wahlgerichts (TSE), Eugenio Chicas, am Montagabend (Ortszeit) im Gespräch mit dem lateinamerikanischen Fernsehsender TeleSur. Bei der Kontrolle geht es darum, festgestellte Unstimmigkeiten zu beseitigen. Von den insgesamt 10.445 Akten der Wahl seien 14 angezweifelt worden. Dabei gehe es oft nur darum, dass etwa der Stempel oder eine Unterschrift fehle. Schon vorher hatte Chicas ausgeschlossen, dass die Überprüfung die Tendenz des vorläufigen Ergebnisses ändern könnte. Das hatte einen knappen Sieg des Kandidaten der linken FMLN, Salvador Sánchez Cerén, ergeben.

Präsidentschaftswahl in El SalvadorPräsidentschaftswahl in El Salvador

Am Ende waren es knapp 7000 Stimmen mehr. Bei der zweiten Runde der Präsidentschaftswahl in El Salvador hat sich der Kandidat der linken FMLN, Salvador Sánchez Cerén, hauchdünn gegen den Vertreter der Rechtspartei ARENA, Norman Noel Quijano Gonzalez, durchsetzen können. Wie das Oberste Wahlgericht (TSE) des zentralamerikanischen Landes nach Auszählung praktisch aller Stimmen mitteilte, erreichte Sánchez Cerén 1.494.144 Stimmen, was 50,11 Prozent entspricht. Sein Konkurrent erreichte 1.487.510 Voten bzw. 49,89 Prozent.

Wahlkampf der FMLN in El SalvadorWahlkampf der FMLN in El SalvadorBislang in voller Normalität wählen die Menschen El Salvadors heute in einer Stichwahl ihren neuen Präsidenten. Die erste Runde am 2. Februar hatte Salvador Sánchez Cerén von der früheren Guerillabewegung FMLN mit 48,9 Prozent der Stimmen klar gewonnen, den Sieg in der ersten Runde jedoch knapp verpasst. Dazu wären mehr als 50 Prozent notwendig gewesen. So muss er sich heute noch einmal gegen Norman Noel Quijano Gonzalez von der Rechtspartei ARENA durchsetzen, der in der ersten Runde zehn Punkte hinter ihm lag. Den Umfragen zufolge kann Sánchez Cerén damit rechnen, heute mit einem ähnlichen Abstand zu gewinnen.

Salvador Sánchez Cerén feiert seinen ErfolgSalvador Sánchez Cerén feiert seinen ErfolgIn El Salvador hat die Nationale Befreiungsfront Farabundo Martí (FMLN) die Präsidentschaftswahlen am Sonntag klar gewonnen, eine absolute Mehrheit jedoch knapp verpasst. Den vorläufigen Ergebnissen des Obersten Wahlgerichts (TSE) nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen zufolge kam die frühere Guerillabewegung auf 48,92 Prozent der Stimmen. So muss sich ihr Kandidat, der bisherige Vizepräsident des zentralamerikanischen Landes, Salvador Sánchez Cerén, am 9. März einer Stichwahl gegen den Zweitplatzierten Norman Noel Quijano González von der rechten ARENA stellen, der mit 38,95 Prozent zehn Punkte hinter dem Vertreter der Linken blieb. Als Dritter aus dem Rennen ausgeschieden ist der frühere Präsident Elías Antonio Saca González mit seiner »Unidad«. Er kam nur auf 11,44 Prozent.

Nach jahrzehntelanger Herrschaft der rechten und reaktionären Kräfte hat am Montag in El Salvador Mauricio Funes von der Nationalen Befreiungsfront Farabundo Martí die Präsidentschaft des mittelamerikanischen Landes übernommen. Er hatte die Präsidentenwahl im März vor dem Kandidaten der rechten Regierungspartei Arena, Rodrigo Avila, gewonnen.
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