Donnerstag, 23. Februar 2017
Solidaritätsanzeige

Revolutionäre Streitkräfte KolumbiensRevolutionäre Streitkräfte KolumbiensNach der Tötung von elf kolumbianischen Militärs durch die Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) gab der kolumbianische Präsident Santos die Wiederaufnahme der Bombenangriffe auf die Guerilla bekannt. Auf einer Presseerklärung am gestrigen Mittwoch im Luftwaffenstützunkt Marco Fidel Suarez in Cali erklärte Santos, man werde »die Täter der schändlichen Tat verfolgen«. An seine Kommandeure richtete er dabei den Befehl, »alle Maßnahmen zu treffen die notwendig sind, um die Sicherheit der Bevölkerung und der Truppen zu gewährleisten«.

Bei dem Gefecht zwischen den FARC-EP und Regierungstruppen war es nach Angaben des lateinamerikanischen Fernsehsenders TeleSur neben den elf getöteten Militärs zu 17 weiteren Verletzten gekommen.  Während der Generalstaatsanwalt des Landes, Eduardo Montealegre, dabei von einem Kriegsverbrechen seitens der FARC sprach, erklärte die Guerillaorganisation den kolumbianischen Staat für die Opfer verantwortlich. Die Regierung Santos` bremse mit ihrer »Einseitigkeit und Verzerrung« den Friedensprozess, in dem sich beide Seiten um eine Beilegung des seit über einem halben Jahrhundert anhaltenden Konflikts bemühen.

Pastor Alape, der als Comandante der FARC-EP an den seit 2013 laufenden Friedensgesprächen in Havanna beteiligt ist, erklärte zu den Ereignissen: »Die Sache hat ihren Ursprung in der Widersprüchlichkeit der Regierung, Militäroperationen gegen eine Guerilla im Waffenstillstand zu befehlen», so Alape gegenüber der Presse in der kubanischen Hauptstadt. »Wir arbeiten an einer Übereinkunft für den Frieden, es ist notwendig, diesen Krieg zu beenden», rief Alape die Bevölkerung auf.

Präsident Santos bekräftigte unterdessen seinen Willen zu einer Beendigung des Konflikts. »Taten wie diese zeigen, weshalb wir die Verhandlungen für eine Beendigung dieses Konflikts beschleunigen müssen.« Bereits am vergangenen Wochenende, beim  Amerikagipfel in Panama, hatte der kolumbianische Präsident für eine Überraschung gesorgt, als er Kubas Rolle in der Welt lobte. Die sozialistische Insel ermöglicht derzeit die Friedensverhandlungen zwischen dem Regime in Bogotá und den Aufständischen.

 

Real time web analytics, Heat map tracking
Ähnliche Beiträge

Diese Webseite verwendet Cookies. Wenn Sie fortfahren, ohne die Einstellungen Ihres Browsers anzupassen, wird davon ausgegangen, dass Sie alle Cookies dieser Webseite empfangen möchten. Sofern Sie die Cookies dieser Webseite ablehnen oder löschen möchten, können Sie dies in den Einstellungen des Browsers tun. Beachten Sie aber, dass die Bedienbarkeit der Webseite damit eingeschränkt sein kann.