Montag, 21. August 2017
Solidaritätsanzeige

Friedensdemonstration am Internationalen Frauentag in Bogotá. Foto:  Juan Carlos Pachón / flickr (CC BY-SA 2.0) Friedensdemonstration am Internationalen Frauentag in Bogotá.
Foto: Juan Carlos Pachón / flickr (CC BY-SA 2.0)
Nach der Wiederaufnahme der Bombenangriffe auf Stellungen der Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC-EP) durch die Regierung in Bogotá am vergangenen Mittwoch wiederholte die Guerillaorganisation am gestrigen Montag ihre Bereitschaft, an einem einseitigen Waffenstillstand festzuhalten. Nach Ende der 35. Verhandlungsrunde der Friedensgespräche in der kubanischen Hauptstadt Havanna erklärte Iván Márquez, Leiter der FARC bei den Verhandlungen mit der kolumbianischen Regierung, gegenüber der Presse: »Wir werden weiter am einseitigen und auf unbestimmte Zeit angelegten Waffenstillstand bezüglich der Kämpfe und Feindseligkeiten festhalten, solange wir nicht das Objekt der permanenten Belagerung seitens der Regierungstruppen sind.«

Zu den seit 2013 laufenden Friedensgesprächen zwischen Guerilla und Regierung erklärte die FARC weiter, dass »diese Gespräche nicht ohne Grund her unterbrochen werden können«. Man werde sie jedoch beenden, »wenn unsere Strukturen Ziel von Angriffen durch Teile der öffentlichen Gewalt geworden sind«. Aus diesem Grund heraus erhebt die Delegation ebenso die Forderung nach einem bilateralen Waffenstillstand, zu welchem sich die Regierung unter Präsident Santos bereit erklären soll.

Hintergrund für die Wiederaufnahme der Bombardements durch die Regierung Santos war die Tötung von elf kolumbianischen Militärs bei einem Gefecht mit den Revolutionären Streitkräften in der Provinz Cauca im Südwesten des lateinamerikanischen Landes. Die FARC sprach beim Tod der Militärs von einer »enormen Tragödie« und erklärte, den Vorfall prüfen zu wollen, um herauszufinden, wie es dazu kam.

Die 35. Verhandlungsrunde der Friedensgespräche ging am Sonntag zu Ende. Thematisch setzte sich die Runde mit den Opfern des seit über einem halben Jahrhundert andauernden Konflikts auseinander. Außerdem wurde die Forderung der FARC besprochen, die Archive über den Konflikt zu veröffentlichten, damit »die Welt die Wahrheit über den Konflikt« erfahren könne.

Quelle: Telesur / RedGlobe

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