23 | 07 | 2019

Die Frente Fuerza Unida del Pacífico (FUP), zu deutsch Front der Vereinigten Kraft des Pazifiks, gibt in einem Video ihre Entstehung bekannt. Zu dieser neuen Struktur würden insgesamt 400 Personen gehören, die wiederum in 3 Fronten mit Stützpunkt in der Region Naya organisiert sind. Diese Region befindet sich an der Pazifikküste der beiden Regionen Cauca und Valle del Cauca.

Doch schon vor einem Jahr erschien eine Erklärung der Gruppe und eine weitere Namens „Columna Móvil Jaime Martínes“ (Mobile Kolonne Jaime Martínes), die sich ebenfalls genau wie Fuerza Unida del Pacífico als Nachfolgeorganisation der FARC-EP bezeichnete. Beide stellten sich als politisch-militärische Organisationen dar und nicht als Drogenhändler oder Kriminelle. Neu ist jedoch das Bekenntnis als Teil der neuen FARC-EP der FUP .

Santrich in Freiheit, Screenshot: #SantrichLibreSantrich in Freiheit, Screenshot: #SantrichLibreNach tage- und wochenlangem Tauziehen ist in Bogotá heute der frühere Comandante der kolumbianischen FARC-Guerilla Jesús Santrich aus dem Gefängnis entlassen worden. Nach einem am Mittwoch ergangenen Urteil des Obersten Gerichtshofs konnte er in Begleitung seiner Anwälte und von führenden Vertretern der FARC den Gang in die Freiheit antreten. Er ließ sich direkt in die Parteizentrale der früheren Guerilla bringen, wo er von seinen Genossen begeistert und mit der Hymne der Guerilla empfangen wurde.

Es ist Zeit, unsere Stimmen gegen die menschliche Armseligkeit des Systems zu erheben, das vom Uribismus und der US-Botschaft angeführt wird, gegen den Friedenstraum von Millionen von Menschenseelen, die mehr als ein halbes Jahrhundert bewaffneter Konfrontation beenden wollten.

Welch Schweinerei von Staatsanwaltschaft haben wir Kolumbianer, um freizulassen, wieder verhaften und dann eine Legalisierung der Gefangennahme für eine blinde Person zu praktizieren, das noch getoppt wird, bis es zu Bewusstlosigkeit und Atemstillstand kommt.

Santrich erneut verhaftet. Screenshot: TeleSurSantrich erneut verhaftet. Screenshot: TeleSurIn Kolumbien ist am Freitagabend das FARC-Führungsmitglied Jesús Santrich (Seuxis Paucias Hernández Solarte) entsprechend einer Anordnung der Sonderjustiz für den Frieden aus der Haft entlassen worden. Doch kaum war er im Rollstuhl durch das Tor des Gefängnisses La Picota in Bogotá geschoben worden, wurde er von Beamten der Kriminalpolizei CTI erneut verhaftet. Seine Unterstützer, die ihn vor der Haftanstalt begrüßen wollten, reagierten empört auf diesen erneuten Schlag des kolumbianischen Staates gegen den Friedensprozess.

Ein kurzer Ausschnitt aus einem heutigen Kommuniqué des Nationalen Politischen Rates der FARC wegen des Mordes an einen ehemaligen Kommandanten der FARC-EP, Wilson Saavedra, der die 21. Front kommandierte. Er ist das erste hochrangige Opfer in den systematischen Morden gegen die ehemalige aufständische Bewegung. Zudem war er Mitglied des Generalstabs des militärischen Blocks Alfonso Cano. Er war auch in den Prozess der Wiedereingliederung als Führungsperson in der Wiedereingliederungszone von Marquetalia im Süden von Tolima, der historischen Wiege der Guerilla, verankert.

„Am gestrigen Tag wurde unser Genosse Wilson Saavedra (Jorge Enrique Corredor González), ehemaliger Guerillakämpfer der FARC-EP, von zwei bewaffneten Männern in der Stadt Tulua, Valle del Cauca getötet.

Die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden in Kolumbien (JEP) hat erklärt, die Garantie der Nicht-Auslieferung auf Seuxis Paucias Hernández (Jesús Santrich) anzuwenden. Die JEP wies die Staatsanwaltschaft an, den ehemaligen Comandante der FARC-Guerilla sofort freizulassen.

Die Bolivarische Bewegung für das Neue Kolumbien (Movimiento Bolivariano por la Nueva Colombia – MB) lebt, dies zeigt die Erklärung bzw. der Aufruf der MB. Die MB ist keine Partei, sondern eine Plattform von linken Protagonisten, die ihren Ursprung im aufständischen Kampf der FARC, im Bolivarismus sowie in der linken und progressiven politischen Arbeit haben. Trotz Friedensprozess der FARC gibt es weiterhin Strukturen, die diesen kritisch und weiterhin nicht die Bedingungen sehen, um oppositionelle linke Arbeit durchzuführen. Am 29. April des Jahres 2000 wurde die MB gegründet. Hier also Auszüge aus der Erklärung und der Verweis, dass bei älteren Einträgen auf Kolumbieninfo ebenso Darstellungen der MB vorhanden sind.

Die Sondergerichtsbarkeit für den Frieden (JEP) hat die Festnahme von Oscar Montero (Hernán Darío Velásquez, alias El Paisa) angeordnet. Der Haftbefehl gilt sowohl national als auch über Interpol. Damit ist Oscar Montero der erste Kommandierende der Guerilla FARC, der wesentliche Bestandteile der Sondergerichtsbarkeit für den Frieden verliert. Der ehemalige Kommandant der 1993 gegründeten mobilen Kolonne Teófilo Forero kann damit mit einer Gefängnisstrafe, je nach Mitwirkung vor Gericht, zwischen 5 und 20 Jahren rechnen. Zudem verliert er seine finanzielle Unterstützung. Dies ist ein weiterer Schlag gegen den Frieden und seine Vereinbarungen.

Kommuniqué der FARC zum nationalen Zivilstreik am heutigen 25. April, der vor allem von den progressiven und linken Sektoren des Landes ausgeht und der sich gegen die neoliberale und kriegerische Politik der aktuellen Regierung sowie ihre fehlende Umsetzung des Friedensabkommens wendet.

Morgen, am 25. April, ganz Kolumbien auf der Straße!

Der Aufstieg der Oppositionskräfte zum Friedensabkommen und zur Macht hat zu einem neuen Angriff dieser Sektoren geführt. Die ständige Zunahme der regressiven Wirtschafts- und Sozialpolitik, ein Nationaler Entwicklungsplan, der die gegenwärtigen Probleme vertieft, die Wiederbelebung der ruchlosen Politik der demokratischen Sicherheit, der systematische Mord an sozialen Anführern und der Frontalangriff auf das Friedensabkommen, lösen die Abwesenheit von Garantien für das würdevolle Leben der kolumbianischen Gesellschaft insgesamt aus.

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