Montag, 21. Mai 2018
Solidaritätsanzeige

Wir dokumentieren eine Stellungnahme des kubanischen Außenministeriums:

Die Regierung Kanadas hat die Entscheidung getroffen, ihrer Botschaft in Havanna eine Mission ohne Begleitung von Familienangehörigen zuzuordnen als Resultat der, wie es heißt, Krankheitssymptome, von denen einige ihrer Diplomaten im Jahre 2017 berichteten.

Kuba bestätigt, dass nach einer von einer hochqualifizierten Expertengruppe durchgeführten rigorosen Untersuchung weder der kleinste Beweis gefunden wurde, der die von kanadischen Diplomaten gemeldeten Beschwerden erklären würde, noch ein Indiz dafür, dass ein Angriff oder Vorfall irgendwelcher Art sich auf kubanischem Boden abgespielt habe oder dass die beschriebenen Symptome mit akustischen Aktionen oder solchen anderer Art in Zusammenhang stünden, die durch eine Person oder eine Gruppe von Personen gegen andere ausgeführt worden wären.

Laut der Erklärung der kanadischen Regierung hat es seit über sechs Monaten keine Berichte über neue Vorfälle gegeben. Die Ursache bleibt weiter unbekannt. Es gibt keinen Hinweis, der suggerieren würde, dass die aus Kanada nach Kuba Reisenden ein Risiko eingehen und Studien der Umgebung weisen auf keinerlei Tatsache hin, die als Grund zu identifizieren wäre, was sich mit den Beobachtungen der kubanischen Experten deckt.

Die kubanische Regierung respektiert die von der Regierung Kanadas getroffene Entscheidung, hält sie jedoch nicht für gerechtfertigt. Sie bekräftigt mit voller Verantwortlichkeit, dass Kuba ein sicheres, stabiles und gesundes Land ist – für seine Bewohner und für die zirka fünf Millionen Ausländer, die es jedes Jahr besuchen, unter ihnen über eine Million Kanadier, und wo der Schutz des diplomatischen Personals aller Länder garantiert ist.

Kuba wird weiter konstruktiv mit der Regierung Kanadas zusammenarbeiten, wie es bis jetzt geschehen ist, in enger Kommunikation auf diplomatischem Wege, mittels der Kooperation zwischen den zuständigen Stellen für die Anwendung des Gesetzes und mit der Unterstützung von Experten höchsten Niveaus in der Absicht, schlüssige Erklärungen für die gemeldeten Leiden zu finden. Zu diesem Zweck hat Kuba die Einladung wiederholt, dass medizinische Fachkräfte Kubas und Kanadas sich über die verfügbaren Informationen austauschen auf der Basis des strengsten Respekts vor der Privatsphäre der betroffenen Personen.

Havanna, 18. April 2018

(Cubaminrex)

Quelle:

Granma Internacional


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