Mittwoch, 21. November 2018
Solidaritätsanzeige

Es ist schwer zu wissen, wann ein Opportunist sein wahres Gesicht zeigt, den Uniformrock wechselt und sich in das Gegenteil von dem verwandelt, was er während eines großen Teils seines Lebens predigte.

Denn auch wenn dies schwer zu verdauen ist, war der gegenwärtige Generalsekretär der OAS, Luis Almagro, einmal ein Kämpfer der uruguayischen Linken, in der Frente Amplio. Von 2010 bis 2015 war er auch Außenminister in der Regierung von José Mujica und gab sogar Versprechen ab, - als er am 18. März 2015 in die OAS einstieg -, diese Organisation als „Vertreter der lateinamerikanischen Völker“ voranzubringen.

Uruguays Präsident Pepe MujicaUruguays Präsident José »Pepe« Mujica hat am freitag bestätigt, dass sein Land eine Reihe von Inhaftierten aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo aufnehmen und ihnen Asyl gewähren werde. Damit wolle Montevideo zur Schließung des Lagers beitragen, das sich illegal auf kubanischem Staatsgebiet befindet. »Man muss keine Gerede darum machen, es gibt kein Abkommen mit niemandem. Es handelt sich um eine Bitte (der USA) und es ist eine Frage der Menschenrechte«, erklärte Mujica.

Pepe MujicaDie linke »Frente Amplio« hat in Uruguay die zweite Runde der Präsidentschaftswahlen gewonnen. Neuer Präsident wird der frühere Guerrillero José »Pepe« Mujica, der in den 60er Jahren zu den Führungsmitgliedern der damaligen Stadtguerrilla der Nationalen Befreiungsbewegung-Tupamaros (MLN-T) gehörte. Nach einer Schießerei mit den Truppen der Diktatur wurde Mujica Anfang der 70er Jahre schwer verletzt und inhaftiert. Die folgenden Jahre verbrachte er in den Kerkern der Militärdiktatur.

Mit Mario Benedetti verstarb am 17. Mai 2009 einer der bedeutendsten Schriftsteller Uruguays. Benedetti hinterlässt ein umfangreiches Werk an Lyrik, Romanen, Theaterstücken und journalistischen Artikeln, aber auch ein politisches Vermächtnis. Als Mitbegründer und Anführer der marxistisch-leninistischen "Bewegung der Unabhängigen 26. März" (1971) vertrieb ihn die faschistische Militärdiktatur ab 1973 für über ein Jahrzehnt ins argentinische, kubanische und spanische Exil. Zuletzt unterstützte Benedetti das progressiv-linke Bündnis "Frente Amplio", das Sozialdemokraten, Kommunisten, die ehemalige Guerilla der Tupamaros und selbst linke Christdemokraten unter seinem Dach vereint und seit 2005 in Montevideo die Regierung führt. Schon seit Ende der 1940er Jahre galt Benedetti als ausgewiesener Gegner des Imperialismus und später als engagierter Verteidiger der kubanischen Revolution, in den letzten Jahren auch der venezolanischen Revolution.
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