20 | 09 | 2019

„Wer die Abschiebungen nach Afghanistan noch ausweiten will, ist entweder nicht ganz bei Trost oder aber bereit, sehenden Auges Tote in Kauf zu nehmen“, kritisiert die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, Forderungen aus Unionskreisen, zwangsweise Rückführungen an den Hindukusch zu vereinfachen.

Jelpke weiter:

„Man benötigt keine fünf Minuten Internetrecherche, um zu erkennen: In Afghanistan herrschen Mord und Totschlag. Zivilisten befinden sich im wahrsten Sinn des Wortes zwischen den Fronten. Ob Taliban, Islamischer Staat oder die afghanischen Sicherheitskräfte, nicht zuletzt die US-Luftwaffe - Rücksicht auf die Zivilbevölkerung ist ihnen allen fremd. Und gerade die Hauptstadt Kabul, die in der deutschen Abschiebelogik gerne als ,ausreichend kontrollierbar' dargestellt wird, ist in Wirklichkeit ein Hotspot von Terroranschlägen. Schon jetzt ist jede Abschiebung nach Afghanistan unverantwortlich. Pläne, die darauf hinauslaufen, auch Frauen und Kinder an den Hindukusch zurückzuschicken, verspotten die Menschenrechte.“

Quelle:

Fraktion Die Linke im Deutschen Bundestag

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