Freitag, 22. März 2019
Solidaritätsanzeige

Unerwünschte Nachrichten: Al-MayadeenDem libanesischen Fernsehsender Al-Mayadeen droht die Abschaltung durch den Betreiber des arabischen TV-Satelliten Arabsat. Das unter saudi-arabischer Kontrolle stehende Konsortium will den Privatkanal, der eng mit dem lateinamerikanischen Sender TeleSur zusammenarbeitet, offenbar wegen dessen nicht in den Kram passender Berichterstattung über die Lage in Syrien mundtot machen.

Arabsat wandte sich vor wenigen Tagen mit einem Schreiben an das Telekommunikationsministerium des Libanon und forderte Sanktionen gegen Al-Mayadeen, weil der Sender andere Länder angegriffen habe. Das ist natürlich absurd, wenn man die Attacken von Kanälen der Golfemirate auf nicht genehme Regierungen wie die in Syrien berücksichtigt. Arabsat selbst hatte vor vier Jahren alle syrischen Sender abgeschaltet.

Der Chef von Al-Mayadeen, Ghassan Ben Jiddou, warnte, dass die Drohungen von Arabsat ein Angriff auf die Meinungs- und Informationsfreiheit aller Libanesen darstelle und auch andere Rundfunkstationen in ihrer Existenz gefährden könnte.

Aus Caracas solidarisierte sich TeleSur mit dem attackierten Kanal. Der Sender sei für die Menschen in der arabischen Welt ein Fenster zu den Realitäten in anderen Teilen der Welt wie etwa in Lateinamerika, erklärte TeleSur auf seiner Homepage.

Auch das syrische Informationsministerium verurteilte den Zensurversuch durch Arabsat und rief Al-Mayadeen auf, sich nicht einschüchtern zu lassen, sondern weiterzuarbeiten.

Al-Mayadeen live:

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Al-Mayadeen

 

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