Montag, 17. Dezember 2018
Solidaritätsanzeige

L'Unità, 30. Juli 201490 Jahre nach ihrer Gründung wird die traditionelle Tageszeitung der italienischen Linken, »L'Unità«, zum 1. August eingestellt. Das teilte die Redaktion des Blattes, das zuletzt der regierenden Demokratischen Partei (PD) nahestand, am Mittwoch mit. Unter der Schlagzeile »Sie haben 'L'Unità getötet« verabschiedeten sich die Macher, denen angesichts der Krise in der italienischen Medienlandschaft die Arbeitslosigkeit bevorsteht.

»L'Unità« war am 12. Februar 1924 von Antonio Gramsci, dem Kopf der Italienischen Kommunistischen Partei, gegründet worden.  Bis 1991 war sie das offizielle Organ der PCI. Nach der Auflösung der einst mächtigen Partei, deren Mehrheitsflügel nach mehreren Zwischenstationen in der heutigen bürgerlichen PD aufgegangen ist, wurde die Zeitung offiziell parteiunabhängig. Zuletzt betrug die Gesamtauflage der Zeitung rund 21.000 Exemplare.

Zuvor hatte es bereits die Zeitung der Rifondazione Comunista, »Liberazione« getroffen. Im Januar 2012 hatte dieses 1991 gegründete Parteiorgan das Erscheinen der gedruckten Ausgabe eingestellt, im vergangenen März wurde auch der Betrieb des Onlineportals weitgehend abgeschaltet. Ums Überleben kämpft noch die unabhängige, sich bis heute als kommunistisch verstehende Tageszeitung Il Manifesto.

Quelle: L'Unità / RedGlobe

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